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Biologie und Seitensprung

August 12th, 2010
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Vollzieht der Mensch den Sexualakt mit einem anderen Menschen als dem festen
Partner, bezeichnet man dies als Seitensprung. Er kommt aber nicht nur beim
Menschen vor, sondern vor allem im Tierreich. Wenige Tiere leben monogam -
stattdessen paaren sie sich in ihrem Leben mit vielen verschiedenen
Partnern. Sehr wenige Jungtiere haben daher die gleichen Elternteile, es sei
denn, der Mensch greift in die natürliche Selektion ein. Der
Seitensprung hat im Tierreich
viele verschiedene Ursachen.

Weibchen und Männchen paaren sich in der Tierwelt nicht aus Sympathie,
sondern aus Nutzen. Ein Weibchen muss möglichst gesund auf die Männchen
wirken, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Das zeigt ihnen, dass ihre
Jungen gesund werden. Andererseits muss sich das Weibchen darauf verlassen
können, dass das Männchen sie in der Zeit der Trächtigkeit beschützen und
versorgen kann. Die Gesundheit des männlichen Tiers ist eine
Selbstverständlichkeit. Deswegen kommt es häufig zu Kraftkämpfen unter
Männchen vieler Tierarten – sie demonstrieren den Weibchen, dass sie der
beste Beschützer sind. Ein Weibchen ist immer dazu bereit, sich ein neues,
stärkeres Männchen zu suchen, sofern es zur Paarung bereit ist. Das
Fremdgehen von weiblicher Seite aus dient dem Zweck des besseren Schutzes
der Jungtiere.

Ein starkes Männchen hingegen ist darauf ausgelegt, die eigenen Gene
möglichst stark zu verbreiten. Da ein Weibchen jedoch eine gewisse Tragzeit
hat und nach der Trächtigkeit nicht sofort wieder paarungsbereit sein muss,
weichen Männchen auf andere Exemplare der Art aus. Die monogame
Fortpflanzungskonstellation hat nur dort Bestand, wo sie Sinn macht. Man
findet sie dort, wo die beiden Elterntiere die Jungtiere zusammen aufziehen
und ihnen dadurch ein Nutzen entsteht, beispielsweise bei verschiedenen
Singvogelarten. Sobald ihnen kein Nutzen mehr daraus entsteht, trennen auch
sie sich wieder.

Ein weiterer Sinn des Seitensprungs in der Biologie ist die Diversität der
Gene. Jedes Tier hat einen festen Chromosomensatz und dementsprechend eine
feste Anzahl Gene. Die Gene der beiden Elterntiere konkurrieren im Jungtier
gegeneinander, das stärkere setzt sich gegen das schwächere durch – man
bezeichnet dies als dominante und rezessive Gene. Jedes Tier kann jedoch
auch Erbkrankheiten haben oder durch seine genetische Konstellation
besonders anfällig dafür sein, sie zu entwickeln oder an die eigenen Jungen
weiterzureichen. Indem sich Weibchen und Männchen immer wieder verschiedene
Partner suchen, wird dies verhindert. Die so genannten r-Strategen, die eine
hohe Nachkommenzahl in ihrem Leben erzeugen, sind auf diese Strategie
angewiesen, denn sie würden mehr kranke Nachkommen erzeugen als
beispielsweise ein menschliches Paar.

monogamie

Zurück zur Natur

July 26th, 2010
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Liebes Sturmkind, dieser Planet produziert ausreichend Nahrung für
alle Menschen, die auf ihm leben, und eventuell für ein paar
Milliarden mehr. Hauptsächlich wegen unseres Währungssystems
verhungern Menschen, nicht wegen Mangel an Nahrung.
Das Problem ist lediglich zu welchen Preis. Das es eine ungerechte
Verteilung gibt habe ich nie bestritten. Doch stellt sich wie gesagt
zu welchen Preis den all die Menschen ernährt werden können und auf
welcher Basis Du glaubst das die Erde noch ein paar Milliarden mehr
vertragen könnte. Ich rede dabei vom Verbrauch an Land und Natur, von
der Vernichtung von Rückzugsgebieten für Tiere und Pflanzen, darüber
das man mit der von dir augesagten Basis auch wunderbar für die an
sich absolut unnötige grüne Gentechnik plädieren kann etc. Also zu
welchen Preis?
ES IST GENUG FÜR ALLE DA!
Siehe oben.
Es besteht also keine unmittelbare Notwendigkeit, “die Masse der
Menschen massiv” zu verringern.
Bist Du Dir da so sicher? Momentan läuft es noch so einigermaßen.
Aber wenn wir so weiter machen wie bisher wird das Ganze immer mehr
aus den Fugen geraten. Das dumme ist das dies wiederum nicht nur z.
B. zum Anstieg der Meere führt sondern auch Unwetter, Missernten &
Co. mit sich bringt was wiederum den Hunger und das Leid auf der Welt
erhöht.
Nun, ich habe sicherlich das Gefühl, dass du keine Freund des
Menschens (bzw aller) bist, da du ja willst, dass es weniger Menschen
gibt.
Jap und ich bin der Meinung das dies nur auf freiwilliger Basis
passieren kann. Mit Anreizen und nicht durch Zwang.
<stuss>
Nur, wie willst du den globalen Genozid durchführen? Nehmen wir mal
eine massive Reduzierung von 50% an, nach welchen Kriterien willst du
die drei Milliarden schlachten? Wer entscheidet, welches Leben
“lebenswert” ist? Würdest du akzeptieren, dass ein Gremium
entscheidet, dass du überflüssig bist, und du sterben musst?
Soll die Vernichtung unmittelbar erfolgen, oder wird einfach nur der
Trend zum Verhungern und zur Verseuchung von Agrarflächen
fortgesetzt? Europa ist ein Gebiet mit extrem hoher
Bevölkerungsdichte, und bietet sich von daher hervorragend als
Ausgangspunkt für einen globalen Genozid an.
</stuss>
Wie gesagt durch Anreize. Wenn die Gesellschaft es als ideal ansieht
ein Kind statt mehrere zu haben ist das ein Anreiz. Wenn es den
Menschen gut geht und sie nicht viele Kinder brauchen um ihr
Auskommen im Alter zu sichern ist das ein Anreiz. Von mir aus kann
man auch steuerliche Anreize schaffen. Es gibt da genug Stellräder an
denen man drehen kann um den Menschen so etwas schmackhaft zu machen.
Klar ist jedoch das so etwas mit unserer momentanen
Weltwirtschaftsordnung reine Utopie ist.

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