BioSpain 2008

Bio, Gesundheit und eine gute Ernährung

Vitaminschonende Zubereitung von Lebensmitteln: Worauf geachtet werden sollte

Damit die als gesund geltenden Lebensmittel auch tatsächlich gesund sind, muss darauf geachtet werden, dass die Behandlung bei der Zubereitung optimal verläuft. Ansonsten kann es passieren, dass die darin enthaltenen Vitamine zerstört werden und der Nährwert sich dadurch verändert.

Neben im vornherein klaren Dingen, wie die Verwendung von guten Koch- und Gastronomieartikeln (erhältlich unter shop.cookmax.de) gibt es einige Tipps und Anhaltspunkte, die bei der Beachtung weitgehend eine gesunde Ernährung garantieren. Hierbei hilft es, zu wissen, dass die unterschiedliche Zubereitungsart nicht für alle Lebensmittel gleich gut ist. Dabei ist nicht bei jedem Nahrungsmittel das Verzehren in gekochtem Zustand gesünder und andere Lebensmittel werden wiederum erst durch das Kochen wertvoller. Eine ebenso große Rolle spielt die Länge der Garzeit.

Zu den Gemüsesorten, die ihre Vitamine erst richtig beim Erhitzen entfalten, gehören die Tomaten. Ihr gesunder roter Farbstoff wird erst durch den Vorgang beim Garen freigesetzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die geschmorten Tomaten als Beilage gegessen werden oder der zu Soße verarbeitete Ketschup als Geschmacksbeigabe verzehrt wird. Um anderes Gemüse vitaminerhaltend zuzubereiten, sollte es schonend bissfest gedämpft werden.

Kopfsalat gehört zu den Lebensmitteln, die nur roh gegessen werden.

Hier ist zu beachten, dass die einzelnen Blätter gut gewaschen und anschließend durch Rupfen zerkleinert werden. Durch das Zerschneiden der Salatblätter könnten Vitamine verloren gehen, was deshalb zu vermeiden ist. Kartoffeln dürfen niemals roh gegessen werden, weil sie im diesem Zustand eine giftige Substanz enthalten. Es gibt jedoch zahlreiche verschiedene Garmethoden, wobei die Kartoffeln ein hohes Sättigungsgefühl mit wenigen Kalorien besitzen.

Ebenso wichtig ist es, zu wissen, wie Obst richtig gelagert wird, um seine Vitamine zu behalten. Schon durch ein längeres Aufbewahren können bei einigen Sorten wichtige Vitamine verlorengehen und so Tag für Tag an gesunden Bestandteilen einbüßen. Generell muss Obst, bei dem die Schale mitgegessen wird, immer gründlich abgewaschen werden. Bananen gehören mit den anderen Zitrusfrüchten nicht in den Kühlschrank, weil sie dadurch ebenfalls an Vitaminen und an Geschmack verlieren. Auch Kartoffeln werden nicht im Kühlschrank aufbewahrt, jedoch müssen sie möglichst kühl und dunkel gelagert werden, damit sie nicht zu keimen beginnen.

Tiefgekühltes Obst und Gemüse ist schon deshalb empfehlenswert, weil es frisch zubereitet eingefroren wird. Ansonsten sollte möglichst viel Wert auf frische und der Jahreszeit entsprechende Sorten gelegt werden. Auf diese Weise ist eine gesunde Ernährung gewährleistet.

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Welche Bioverbände gibt es in Deutschland und wie unterscheiden sie sich?

Biowaren sind sehr gefragt. Ihr höherer Preis wird akzeptiert, denn wer Biowaren nachfragt, weiß, dass diese einen aufwendigeren Anbau- und Produktionsprozess erfordern und auf faire Arbeitsbedingungen und Entlohnung der Bauern und Arbeiter geachtet wird. Als Gegenwert erhält ein Kunde ein qualitativ hochwertiges Erzeugnis, bei dem er sicher ist, dass es möglichst frei von Schadstoffen ist und moralisch in Ordnung.

Inzwischen haben auch konventionelle Handelsunternehmen die Biowaren für ihr Sortiment entdeckt. Sie bieten eine breit gefächerte Warenpalette an, haben teilweise eigene Biomarken entwickelt. Preislich liegen die Waren meistens niedriger als in Bioläden, auf Biomärkten oder in Reformhäusern. Viele Verbraucher fragen sich daher, wie vertrauenswürdig Biowaren im Supermarkt sind. Sie befürchten schlechtere Qualität oder plumpen Etikettenschwindel. Dann wäre auch preiswert zu teuer.

Wichtig zu wissen ist, dass der Begriff “Bio” nicht geschützt ist und praktisch für alles verwendbar ist. Denn was genau “bio” ist und was nicht, ist nirgends eindeutig definiert. Allgemein bestehen zwar bestimmte Vorstellungen über Bio-Kriterien, doch juristisch bleibt viel Spielraum. Die Europäische Gemeinschaft hat zwar ein EG Bio-Siegel, welches allerdings nur geringe Rückschlüsse auf die Qualität zulässt. Auf der sicheren Seite ist, wer nach anerkannten Bioverbänden sucht. Diese haben jeder ihr persönliches Siegel, auf das Verbraucher vertrauen können. Jeder Bioverband hat klare Richtlinien verfasst, nach welchen Bio-Kriterien er handelt. Es handelt sich um folgende Bioverbände:

Demeter

Hier sind die Anforderungen am strengsten: Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und synthetischen Dünger, keine künstlichen Zusatzstoffe, Förderung von Lebensprozessen in Boden und Nahrung. Der arttypische Geschmack der Lebensmittel soll erhalten bleiben. Demeter ist der einzige Anbauverband biologisch-dynamischer Landwirtschaft.

Bioland

Bioland wurde 1971 gegründet als “Fördergemeinschaft organisch-biologischer Land- und Gartenbau” und ist seiner Mitgliederzahl und Fläche nach größter ökologischer Anbauverband Deutschlands. Unter Verzicht auf leicht löslichen Stickstoffdünger sowie synthetische Pestizide wirtschaften Bioland-Betriebe auf Basis einer Kreislaufwirtschaft. Artgerechte Tierhaltung und schonende Lebensmittelverarbeitung führen zu gesunden und umweltverträglichen Lebensmitteln. In Bioland sind Molkereien, Metzgereien, Bäckereien, Mühlen, Brauereien, Safterzeuger und Restaurants organisiert. Verkauft werden die Erzeugnisse in Hofläden, Bioläden, auf Märkten, in Supermärkten und per Hauslieferung.

Naturland

Gegründet 1982 beachtet Naturland Schutz und Erhaltung von Umwelt und natürlichen Lebensgrundlagen und zeichnet sich im landwirtschaftlichen Anbau durch eine an der Natur orientierte Wirtschaftsweise aus.

Gäa

Landwirte, weiterverarbeitende Betriebe und Händler mit Schwerpunkt in Ostdeutschland widmen sich einer nach strengen ökologischen Richtlinien ausgerichteten Landwirtschaft.

Biopark

Dieses Bio-Gütesiegel betrifft ausschließlich die Fleischerzeugung.

Biokreis

Biokreis möchte eine bäuerlich geprägte Landwirtschaft erhalten, die einen ökologischen Anbau zum Grundsatz hat.

Ecovin

Tätig im Weinbau, wird hier viel manuell gemacht zur Schonung von Trauben, Rebstock und Boden.

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Warum ist Bio teurer als konventionelle Lebensmittel

Das Bild des Landwirtes, das sich in dem alten Volkslied “Im Märzen der Bauer…”, zeigt, hat mit der heutigen Landwirtschaft kaum mehr etwas gemein. Den Landwirt, der vollständig im Lauf der Jahreszeiten und im Einklang mit der Natur seine Scholle bewirtschaftet, gibt es fast nicht mehr. An seine Stelle ist die Agrarindustrie getreten, die für die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse sorgt.

Der Anfang dieser Entwicklung liegt in den Industrieländern in den Zeiten des Wirtschaftswunders auf. Die Fortschritte in der Chemie, der Biologie und der Landwirtschaftstechnik hatten es möglich gemacht, ertragreiche Nutzpflanzen zu züchten und diese durch chemische Mittel gegen Schädlingsbefall zu schützen. Gleichzeitig war es gelungen, die Bodenfruchtbarkeit durch die Zugabe von Mineraldünger zu erhöhen. Die Früchte dieser Tätigkeit konnten mit hocheffizienten Maschinen in kurzer Zeit geerntet und in den Handel gebracht werden. Vereinfacht gesagt, die Landwirtschaft wurde industrialisiert und wirtschaftlich optimiert.

Durch die Anwendung industrieller Verfahren in der Landwirtschaft wurde eine Spirale in Gang gesetzt. Das hohe Angebot ließ die Preise verfallen und die Landwirte waren gezwungen, ihre Produktivität weiter zu steigern, um genügend Umsatz zu erzielen. Das verstärkte den Druck zur Spezialisierung und zur Massenproduktion. Für den Verbraucher bedeutete dies, dass er Nahrungsmittel zu niedrigen Preisen erstehen konnte. Erkauft wurden diese Preise letztlich durch den Einsatz chemischer Hilfsprodukte und eine tierquälerische Haltung von Nutztieren.

Seit Ende der 1970er-Jahre wuchs die Erkenntnis, dass die naturfern erzeugten Produkte der konventionellen Landwirtschaft zwar preisgünstig sind, aber massive Umweltschäden bewirken. Außerdem kamen Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Produkte der Agrarindustrie auf. Zu dieser Zeit begannen einige Bauern, ihre Produktionsmethoden wieder dem natürlichen Kreislauf anzupassen.

Beim ökologischen Landbau, der zur Erzeugung der Bio-Produkte dient, wird bewusst auf die Zugabe künstlicher chemischer Mittel zur Ertragssteigerung verzichtet. Stattdessen wird durch natürliche Verfahren wie Gründüngung, Kompostgaben, Fruchtfolgewirtschaft und die Vermeidung von Monokulturen versucht, einen ausreichenden Ertrag zu erwirtschaften. Dies gelingt auch, ist bei ausschließlicher Betrachtung der Produktionsmenge bezogen auf den Flächeneinsatz aber nicht erfolgreich. Anders ausgedrückt benötigt ein Landwirt, der Bio-Produkte erzeugt, mehr Arbeitszeit und mehr Anbaufläche, um die gleiche Menge wie ein Industrielandwirt zu ernten. Die Kosten für Pflanzenbehandlungsmittel und Düngemittel, die ein konventioneller Landwirt aufzubringen hat, fallen demgegenüber kaum ins Gewicht.

Damit ist die Frage, weshalb Bio-Lebensmittel teurer sind als Lebensmittel aus dem industriellen Landbau, einfach zu beantwortet. Der Aufwand, den der Landwirt zur Erzeugung der Lebensmittel treiben muss, ist bei den biologischen Produkten höher. Demzufolge muss der Preis für diese Produkte ebenfalls höher liegen, als für die konventionell erzeugten.

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